{"id":77,"date":"2018-07-15T13:21:38","date_gmt":"2018-07-15T11:21:38","guid":{"rendered":"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/?page_id=77"},"modified":"2018-07-15T21:59:18","modified_gmt":"2018-07-15T19:59:18","slug":"notstromversorgung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/gruppe-1-energie\/notstromversorgung\/","title":{"rendered":"Notstromversorgung"},"content":{"rendered":"<p>Aufgabe der Notstromversorgung ist die Gew\u00e4hrleistung der Stromversorgung des automatischen<br \/>\nGew\u00e4chshauses bei Netzausfall durch Akku-Betrieb. Dazu wurde parallel zum<br \/>\nNetz ein 12 V\u2013Blei-Gel- Akkumulator geschaltet, auf den bei Netzausfall automatisch<br \/>\n\u00fcber ein Relais umgeschaltet wird.<\/p>\n<p>Zum kontrollierten Laden des Akkus bei Netzbetrieb dient ein Laderegler, der nach dem<br \/>\nKonstant- Spannung-Ladeverfahren arbeitet und den Akku vor \u00dcberladung sch\u00fctzt. Beim<br \/>\nEntladen des Akkus \u00fcber die Verbraucher sorgt ein Tiefentladeschutz daf\u00fcr, dass die<br \/>\nEntladeschlussspannung des Bleigel-Akkus nicht unterschritten wird, um den Akku zu<br \/>\nschonen und damit seine Lebensdauer zu optimieren.<br \/>\nDa einige Verbraucher, die bei Stromausfall weiterbetrieben werden sollen, eine Versorgungsspannung<br \/>\nvon 5 V ben\u00f6tigen, wird die Ausgangsspannung des Akkus mit Hilfe eines<br \/>\nKonstant-Spannungsreglers heruntergesetzt. Die anderen Verbraucher werden direkt \u00fcber<br \/>\ndie Akkuspannung versorgt.<br \/>\n<ins datetime=\"2018-07-15T14:13:38+00:00\"><em>Simone Weidner<br \/>\n<\/em><ins datetime=\"2018-07-15T14:12:19+00:00\"><\/ins><ins datetime=\"2018-07-15T14:12:19+00:00\"><\/ins><\/ins><\/p>\n<p>Es wurde zuerst eine Recherche von Schaltungsentw\u00fcrfen und M\u00f6glichkeiten der Akkuversorgung<br \/>\ndurchgef\u00fchrt.<br \/>\nF\u00fcr die Notstromversorgung stehen 6 Akkus des Typs Yuasa NPW45-12 zur Verf\u00fcgung,<br \/>\nwelche f\u00fcr dieses Projekt bereit gestellt wurden. Diese Blei-Gel-Akkus wurden als USV<br \/>\n(Unterbrechungsfreie Stromversorgung) f\u00fcr ein Serversystem in Potsdam verwendet und<br \/>\nsind derzeit Eigentum der Neuen Energien Zernsee GmbH &amp; Co. KG. Die Verwendung<br \/>\nder Akkus wurde mit den Verantwortlichen dieses Projektes gekl\u00e4rt.<br \/>\nNach der \u00dcberpr\u00fcfung der Funktionsf\u00e4higkeit der Akkus bestand die Aufgabe darin,<br \/>\ndie Akkus in ein System mit einem Laderegler und einem Tiefentladeschutz sowie einer<br \/>\nSpannungsregelung zum Zweck der USV zu integrieren. F\u00fcr das Projekt wurde daf\u00fcr<br \/>\nderjenige Akku mit der aktuell gr\u00f6\u00dften Kapazit\u00e4t ausgew\u00e4hlt.<br \/>\n<ins datetime=\"2018-07-15T14:14:34+00:00\"><em>Benjamin Petrick<\/em><ins datetime=\"2018-07-15T14:13:54+00:00\"><\/ins><ins datetime=\"2018-07-15T14:13:54+00:00\"><\/ins><\/ins><\/p>\n<p>Zwischen Netzteil und Notstromversorgung besteht eine Schnittstelle, die Spannung von<br \/>\nca. 24V aus der Gl\u00e4ttung. Liegt diese Spannung am Eingang der Notstromversorgung an,<br \/>\ntrennt einerseits das Relais K1 die Verbraucher vom Akku, andererseits wird der Akku<br \/>\ngeladen.<br \/>\nAu\u00dferdem dienen die beiden Schnittstellen (5 V und ca. 12 V) am Ausgang der Notstromversorgung<br \/>\nder Versorgung der Verbraucher. Diese Ausg\u00e4nge werden \u2013 wie auch die beiden<br \/>\nAusg\u00e4nge des Netzteils- \u00fcber den Bus auf der Netzteil-Platine mit den Verbrauchern<br \/>\nBew\u00e4sserung, Bel\u00fcftung, Beleuchtung und Steuerung verbunden.<br \/>\nEine weitere Schnittstelle der Notstromversorgung ist diejenige zwischen Platine und Akku.<\/p>\n<p><strong>Schaltungsentwurf<\/strong><\/p>\n<p>Laderegler<\/p>\n<p>Ein Laderegler ist eine elektronische Schaltung (h\u00e4ufig als IC realisiert), die das Ladeverfahren<br \/>\nzum Aufladen von Akkumulatoren technisch umsetzt. Die Ladeverfahren sind<br \/>\ndabei zum Teil genormt.<br \/>\nH\u00e4ufig liegt die Spannung eines Erzeugers \u00fcber der Spannung eines voll geladenen Akkus,<br \/>\nsodass dieser bei Direktladung besch\u00e4digt werden k\u00f6nnte. Au\u00dferdem kann durch Tiefentladung<br \/>\neines Akkus durch zu starke Nutzung der Verbraucher die Akkulebensdauer<br \/>\nerheblich gesenkt werden. Um die Lebensdauer des Akkus zu verl\u00e4ngern, soll ein Laderegler<br \/>\nihn vor Tief- und \u00dcberladung sch\u00fctzen (Tiefentladeschutz ist im Projekt separat<br \/>\nintegriert). Das Ziel ist dabei stets den Akku innerhalb seiner Betriebsgrenzen vollst\u00e4ndig<br \/>\naufzuladen. Bei einem Blei-Akku mit 12 V Nennspannung liegen diese bspw. zwischen<br \/>\n9,9 V bis etwa 13,7 V. Im Projekt wurden 10,8V als Entladeschlussspannung und 13,8V<br \/>\nals Ladeschlussspannung gew\u00e4hlt.<br \/>\nZwecks Umsetzung gibt es verschiedene Strategien der Steuerung von Strom und Spannung.<br \/>\nDie wichtigsten Ladeparameter sind dabei Temperatur, Spannung, Kapazit\u00e4t,<br \/>\nZeit und Ladestrom. Im Projekt werden Blei-Gel-Akkus verwendet. Daf\u00fcr eignet sich<br \/>\ndie Anwendung des relativ einfachen Konstantspannungs-Ladeverfahrens, bei dem die<br \/>\nLadespannung UL \u00fcber den Ladezeitraum tL konstant gehalten wird. Die konstante<br \/>\nSpannung wird \u00fcber einen Strombegrenzer an den Akkumulator angelegt. Mit steigender<br \/>\nAufladung verringert sich die Differenz zwischen Ladespannung u nd Akkuspannung,<br \/>\nwas zu einem verringerten Ladestrom f\u00fchrt. Dieses Verfahren wird grunds\u00e4tzlich f\u00fcr<br \/>\nBlei-Akkus, Li-Ionen-Akkus und RAM-Zellen eingesetzt.<\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-content\/uploads\/sites\/22\/2018\/07\/Laderegler_v1.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Abbildung 13: Ladereglerschaltung<\/p>\n<p>Der Laderegler soll den Akku kontinuierlich puffern, d.h. die Spannung des Akkus konstant<br \/>\nauf der Ladeschlussspannung halten, damit der Akku zu jeder Zeit in vollem Umfang<br \/>\neinsatzf\u00e4hig ist. Dazu wird bei Erreichen der Ladeschlussspannung der Ladestrom automatisch<br \/>\nzur\u00fcckgeregelt, sodass der angeschlossene Akku st\u00e4ndig auf dem eingestellten<br \/>\nSpannungsniveau gehalten wird.<br \/>\nBlei-Akkus mit 12V Nennspannung werden im Bereitschafts-Parallelbetrieb mit einer<br \/>\nKonstantspannung von 13,8 V gespeist. Die Ladegrenzen liegen im Allgemeinen zwischen<br \/>\n10,5 V bis 13,8 V. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden wird in diesem Projekt als untere Grenze eine<br \/>\nEntladeschlussspannung von 10,8 V gew\u00e4hlt.<br \/>\nJe nach Ladezustand flie\u00dft ein unterschiedlich gro\u00dfer Strom in den Akku, was schnell zu<br \/>\n\u00dcberlastung f\u00fchren kann. Daher muss f\u00fcr die Begrenzung des maximalen Ladestroms<br \/>\ngesorgt werden.<br \/>\nDie ausgew\u00e4hlte Schaltung ist f\u00fcr eine weitgehend konstante Umgebungstemperatur<br \/>\nkonzipiert, was im Projekt gegeben ist. Die Konstanthaltung der Spannung erfolgt \u00fcber<br \/>\neinen einfachen Spannungsregler. Ein einfacher L\u00e4ngswiderstand in der Stromzuf\u00fchrung<br \/>\n\u00fcbernimmt die Aufgabe der Strombegrenzung, indem er \u00fcber einen geringen Spannungsabfall<br \/>\neinen Transistor ansteuert. Dadurch wird der Ladestrom auf 0,5 A begrenzt, womit<br \/>\nAkkus der Gr\u00f6\u00dfenordnung von ca. 1 bis 2 Ah abgedeckt sind .<br \/>\nIm Detail betrachtet, stammt die Ladespannung vom Spannungsregler LM317, dessen<br \/>\nAusgangsspannung einstellbar ist. Zwischen den Anschl\u00fcssen A und Ref des ICs liegen damit gerade 1,25 V (genau interne Referenzspannung). Ber\u00fccksichtigt man Q1 und R1<br \/>\nbis R3 nicht, gilt f\u00fcr die Ladespannung:<\/p>\n<p><code>U Akku= (R5 + R4) \/ R5 * 1,25V<\/code><\/p>\n<p>Bei einem 12 V-Akku muss die Ladespannung UAkku durch Dimensionierung des Widerstandes<br \/>\nR4 auf 13,8 V eingestellt werden. Damit das IC \u00fcberhaupt arbeiten kann, muss<br \/>\ndie Eingangsspannung Uein um ca. 3 V \u00fcber der Ausgangsspannung liegen, also bei ca.<br \/>\n16,8 V.<br \/>\nZur Ladestrombegrenzung dient der L\u00e4ngswiderstand R2\/R3. Ohne ihn k\u00f6nnte so viel<br \/>\nLadestrom in den Akku flie\u00dfen, wie das Netzteil und das IC1 hergeben, d.h. max. ca. 1,5<br \/>\nA. So entsteht jedoch bei jedem Stromfluss ein Spannungsabfall \u00fcber R2\/R3. Wenn er 0,6<br \/>\nV erreicht, schaltet Q1 durch und zieht, parallel zu R4, vom Punkt zwischen R5 und C3<br \/>\nStrom ab. Dadurch geht die Ausgangsspannung geringf\u00fcgig zur\u00fcck, sodass der Ladestrom<br \/>\nmax. 1 A wird. Je gr\u00f6\u00dfer der Stromf\u00fchlerwiderstand, desto kleiner der Ladestrom, da<br \/>\ndie Basis\/Emitter-Spannung von 0,6 V fr\u00fcher erreicht wird. Der Vorwiderstand R1 sorgt<br \/>\nf\u00fcr eine weichere Regelkennlinie, d.h. die Ansteuerung von Q1 erfolgt ohne scharfen<br \/>\n\u00dcbergang.<br \/>\nDie Kondensatoren C1 und C2 am Eingang dienen zur St\u00fctzung der eingespeisten<br \/>\nSpannung, wobei C2 hochfrequente Anteile kurzschlie\u00dft. Der Elko C3 verhindert, dass<br \/>\nsich kurzzeitige Lastschwankungen am Ausgang auf die Spannung am Referenzeingang<br \/>\nauswirken. C4 underdr\u00fcckt die Schwingneigung des schnellen ICs.<br \/>\nIntegrierte Spannungsregler reagieren sehr empfindlich auf Falschpolung (Ua&gt;Ue). Daher<br \/>\nsch\u00fctzt eine R\u00fcckw\u00e4rtsdiode D1 ihn vor solchen unzul\u00e4ssigen Betriebszust\u00e4nden. Der<br \/>\nAkku kann sich hier\u00fcber auch bei Netzausfall nicht entladen, da Uein von einem Br\u00fcckengleichrichter<br \/>\nstammt.<br \/>\n<ins datetime=\"2018-07-15T14:15:46+00:00\"><em>Simone Weidner<\/em><ins datetime=\"2018-07-15T14:14:47+00:00\"><\/ins><ins datetime=\"2018-07-15T14:14:47+00:00\"><\/ins><br \/>\n<\/ins><\/p>\n<p><strong>Tiefentladeschutz (Theorie)<\/strong><\/p>\n<p>Akkumulatoren nehmen bei Tiefenentladung Schaden. Jeder Akkumulator besitzt eine<br \/>\nbestimmte vom Hersteller angegebene Kapazit\u00e4t. Diese wird beim verwendeten \u201eYuasa<br \/>\nNPW45-12\u201c-Akku bei etwa 10,8V erreicht. Je nach Zustand der Batterie ver\u00e4ndert sich<br \/>\ndie Kapazit\u00e4t, bei Erreichen der Entladeschlussspannung. Um den Akku zu sch\u00fctzen, darf diese Spannung nicht unterschritten werden. F\u00fcr eine l\u00e4ngere Lebensdauer sollte<br \/>\ndiese Spannung auch nicht erreicht werden. In der verwendeten Schaltung wurde diese<br \/>\nSpannung f\u00fcr etwa 11V eingestellt. Durch das Relais wird die Tiefenentladung des Akkus<br \/>\nerst hinzugeschaltet, wenn das Netz keine Spannung mehr liefert.<br \/>\n<ins datetime=\"2018-07-15T14:29:48+00:00\"><em>Benjamin Petrick<\/em><ins datetime=\"2018-07-15T14:28:32+00:00\"><\/ins><ins datetime=\"2018-07-15T14:28:32+00:00\"><\/ins><br \/>\n<\/ins><\/p>\n<p>F\u00fcr den Tiefentladeschutz wurde eine bereits bekannte Schaltung verwendet, welche<br \/>\nspeziell f\u00fcr 12V Blei-Akkus erprobt wurde. Sobald der Akku seine Entladeschlussspannung<br \/>\nerreicht, sperrt der n-MOSFET, wodurch der Kontakt zwischen Akku und Verbraucher<br \/>\nunterbrochen wird, sodass weiteres Entladen verhindert und der Akku vor Tiefentladung<br \/>\ngesch\u00fctzt wird.<br \/>\n<ins datetime=\"2018-07-15T14:30:45+00:00\"><em>Ayhan T\u00fcrk<\/em><ins datetime=\"2018-07-15T14:30:00+00:00\"><\/ins><\/ins><\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-content\/uploads\/sites\/22\/2018\/07\/Tiefentladeschutz.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Abbildung 14: Tiefentladeschutzschaltung<\/p>\n<p><strong>Dimensionierung und Simulation<br \/>\n<\/strong><br \/>\nLaderegler<\/p>\n<p>Der Laderegler wurde in LTSpice aufgebaut, die Simulation konnte jedoch nicht abschlie\u00dfend<br \/>\ndurchgef\u00fchrt werden, da der LM317 nicht als Modell verf\u00fcgbar war.<br \/>\nAnschlie\u00dfend wurde ein Testaufbau der Schaltung auf dem Breadboard gepr\u00fcft.<br \/>\nDer Widerstand R4, welcher in der recherchierten Schaltung ein Potentiometer ist, wurde<br \/>\ndurch folgende Formel dimensioniert:<\/p>\n<p>UAkku = R5 + R4 \/ R5 *1,25V<\/p>\n<p>Da der Widerstand R5 mit 270 bekannt ist und eine Ladeschlussspannung von 13,8V<br \/>\nf\u00fcr den Akku gefortert ist, kann man die Formel nach R4 umstellen, sodass man einen<br \/>\nWert von 2700 erh\u00e4lt. Der am n\u00e4chsten liegende Normwiderstand hat einen Wert von<br \/>\n2,7 k und wurde f\u00fcr die Schaltung als Festwiderstand integriert.<br \/>\n<ins datetime=\"2018-07-15T14:34:47+00:00\"><em>Simone Weidner<\/em><ins datetime=\"2018-07-15T14:33:55+00:00\"><\/ins><\/ins><\/p>\n<p><strong>Tiefentladeschutz<\/strong><\/p>\n<p>Der Arbeitspunkt des Bipolar-Transistors Q1 wird \u00fcber das Potentiometer eingestellt.<br \/>\nQ1 und der Mosfet M1 sind immer gleichzeitig aktiv, somit bestimmt der Arbeitspunkt<br \/>\nvon Q1, in welchem Intervall die Schaltung Strom an die Last abgibt. Q2 ist inaktiv<br \/>\n(Strom flie\u00dft von der Basis zum Kollektor), wenn Q1 aktiv ist. Ist die Last aktiv, bildet<br \/>\nsich die Maschengleichung aus UR4 + UR5 = UR8 + UQ2 = ULast. Durch R5 ist einstellbar,<br \/>\nwie gro\u00df die Differenz zwischen Beginn des Entladens und Ende des Entladens ist. R5<br \/>\nwurde mit 100 so gew\u00e4hlt, dass der Akku erst ab einer Spannung von 12,2V entladen<br \/>\nwird. Das Potentiometer ist auf 10.8V als Entladeschlussspannung eingestellt.<br \/>\nDie hohen Wiederst\u00e4nde sorgen f\u00fcr einen geringen Leerlaufstrom. In der Simulation<br \/>\nflie\u00dfen im Zener-Diodenstrang maximal 440 mA. \u00dcber R1 flie\u00dfen zwischen 1 und 2mA.<br \/>\n\u00dcber die Zener-Diode f\u00e4llt immer eine etwa gleich gro\u00dfe Spannung von 4.1V ab.<br \/>\n<ins datetime=\"2018-07-15T19:49:44+00:00\"><em>Benjamin Petrick<\/em><ins datetime=\"2018-07-15T19:48:44+00:00\"><br \/>\n<\/ins><\/p>\n<p>Die Schaltung funktioniert mit einer Hysterese von ca. 1,2V-1,3V, was bedeutet, dass<br \/>\nerst wieder angefangen wird zu entladen, wenn der Akku seine Nennspannung von 12V<br \/>\nerreicht. Um dies zu verdeutlichen, wurde eine Simulation in LTSpice durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDie gr\u00fcne Kurve entspricht der Akkuspannung und soll als sein Ladezustand gedeutet<br \/>\nwerden. Der Sinus spiegelt das Laden und Entladen des Akkus dar. Die rote Kurve ist die<br \/>\nSpannung am Verbraucher bzw. der Last. Zu sehen ist, wie diese die Spannung des Akkus<br \/>\nin einem Intervall von 12,2V \u2013 10,8V \u201ckopiert\u201c und, sobald die Entladeschlussspannung<br \/>\nvon 10,8V unterschritten wird, auf 0V f\u00e4llt. Nun kommt die eben erw\u00e4hnte Hysterese ins<br \/>\nSpiel, welche daf\u00fcr sorgt, dass erst ab der Nennspannung von 12,2V wieder entladen wird,<br \/>\num ein andauerndes Hin- und Herladen und Entladen an der 10,8V-Schwelle zu vermeiden.<\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-content\/uploads\/sites\/22\/2018\/07\/tief_sinus.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Abbildung 15: Simulation der Tiefentladeschutzschaltung<\/p>\n<p><strong>Testaufbau<\/strong><\/p>\n<p>Laderegler<\/p>\n<p>Der Testaufbau des Ladereglers erfolgte auf einem Breadboard. Nach erfolgreichem Aufbau<br \/>\nwurde die Schaltung vom Tutor abgenommen und getestet.<br \/>\nIm ersten Schritt wurde die Ausgangsspannung an offenen Klemmen bei verschiedenen<br \/>\nEingangsspannungen zwischen 14,5V und 17V getestet. Diese wurde wie erw\u00fcnscht<br \/>\ndurch den LM317 konstant auf 13,8V gehalten, was der Ladeschlussspannung des Akkus<br \/>\nentspricht.<br \/>\nAnschlie\u00dfend wurde die Schaltung unter Last getestet. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden wurde<br \/>\nvorerst statt des Akkus ein Schiebewiderstand an den Laderegler (max. 330 , 1,3 A) angeschlossen, der auf<\/p>\n<p>R= U\/I = 13,8V \/ 0,5A = 27,6 Ohm<\/p>\n<p>eingestellt wurde. Bei einer minimalen<br \/>\nEingangsspannung Uein = 14,5 V wurde eine Ausgangsspannung Uaus = 12,4 V gemessen,<br \/>\nda unter Last ein Strom \u00fcber den Widerstand flie\u00dft und so die Spannung etwas geringer<br \/>\nwurde. Damit wurde gezeigt, dass die Schaltung auch unter Last angemessen funktioniert.<br \/>\nSchlie\u00dflich wurde ein etwas entladener Akku mit ca. 11,2V Klemmspannung angeschlossen,<br \/>\num den Ladevorgang unter realen Bedingungen zu testen, w\u00e4hrend auf den Ladestrom<br \/>\nund die Akkuspannung geachtet wurde. Die Eingangsspannung wurde auf Uein = 16,8<br \/>\nV eingestellt. Das f\u00fchrte dazu, dass die Spannung am Akku allm\u00e4hlich stieg, w\u00e4hrend<br \/>\nder Strom kleiner wurde. Dabei lag der Ladestrom am Anfang noch bei ca. 0,5A und<br \/>\nwurde durch die Funktionsweise des Ladereglers immer kleiner, je n\u00e4her der Akku seiner<br \/>\nLadschlussspannung kam.<br \/>\nIn der folgenden Abbildung ist eine Momentaufnahme des Ladeprozesses zu sehen, bei der der Akku auf 13,12V aufgeladen wurde, w\u00e4hrend der Ladestrom auf 0,228A gesunken<br \/>\nist, was unseren Erwartungen entprach.<\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-content\/uploads\/sites\/22\/2018\/07\/Ladeprozess.png\" alt=\"\" \/><br \/>\nAbbildung 16: Momentaufnahme des Ladepzozesses<\/p>\n<p><strong>Tiefentladeschutz<\/strong><\/p>\n<p>Der Aufbau des Tiefentladeschutzes erfolgte ebenfalls auf einem Breadboard. Zun\u00e4chst<br \/>\nhatte die Schaltung nicht funktioniert, bis vom Tutor bemerkt wurde, dass die Leitungen<br \/>\nder Versorgungsspannung am Breadbord nicht miteinander verbunden waren. Nachdem<br \/>\ndies nachgeholt wurde, hat die Schaltung letztendlich funktioniert.<br \/>\nDas Potentiometer wurde per Trial and Error so lange eingestellt, bis die gew\u00fcnschte<br \/>\nSpannung erreicht wurde, an der der Tiefentladeschutz \u201dgreift\u201d und der Ausgang von der<br \/>\nLast getrennt wird, indem der Mosfet sperrt, was in diesem Fall ca. 10,8V betrug. Der<br \/>\nWidertandswert lag danach bei ca. 2500.<br \/>\nIm Folgenden ein Bild des Tesaufbaus der Tiefentladeschutzschaltung:<\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-content\/uploads\/sites\/22\/2018\/07\/tief_schutz_aufbau.png\" alt=\"\" \/><br \/>\nAbbildung 17: Testaufbau der Tiefentladeschutzschaltung<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Platinenentwurf und Layout<\/strong><\/p>\n<p>Bevor das Layout der Platine entworfen werden konnte, mussten die beiden Teilschaltungen<br \/>\n(Laderegler + Tiefentladeschutz) in EAGLE-Schematics zusammengef\u00fcgt werden.<br \/>\nDies geschah unter der Ber\u00fccksichtigung, dass noch ein Relais zus\u00e4ztlich dazukam, welches<br \/>\ndie Notstromversorung je nach vorhandener Netzspannung in Einsatz bringt oder nicht.<br \/>\nAu\u00dferdem kamen zur Sicherung noch eine 6,3A-Sicherung und eine Diode hinzu. Um<br \/>\nam Ausgang sowohl 12V als auch 5V f\u00fcr die anderen Gruppen zur Verf\u00fcgung zu stellen,<br \/>\nwurde ein 7805-Spannungsregler angeschlossen, an dem die 5V abgegrifen werden k\u00f6nnen. Die fertige Gesamtschaltung sieht demnach wie folgt aus:<\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-content\/uploads\/sites\/22\/2018\/07\/fertige_schaltung_v2.png\" alt=\"\" \/><br \/>\nAbbildung 18: Gesamtschaltung<\/p>\n<p>Beim Entwurf des Platinenlayouts musste man der Funktionalit\u00e4t und Sicherheit halber<br \/>\nauf einige Punkte achten. So sollten Leiterbahnen, die den Entladestrom f\u00fchren, bzw. alle Leiterbahnen, die mit hoher Stromst\u00e4rke belastet werden, breiter gew\u00e4hlt werden, um diese nicht zu besch\u00e4digen<br \/>\noder gar zu zerst\u00f6ren. Die Leiterbahnen sollten auch immer mit einem 45 Grad-Winkel verlegt werden um<br \/>\nbesseren Stromfluss zu gew\u00e4hleisten. Au\u00dfnahme hier sind die Leiterbahnen, die direkt zu<br \/>\nBauteilpads hin- oder von ihnen wegf\u00fchren.<br \/>\nF\u00fcr genug Platz f\u00fcr die K\u00fchlk\u00f6rper der ICs sollte auch gesorgt werden, was hier mehr<br \/>\noder weniger erfolgreich geschah. Der Mosfet und der Spannungsregler sind etwas zu<br \/>\nnah beieinander. Befestigt man den K\u00fchlk\u00f6rper f\u00fcr eines der beiden Bauteile jedoch<br \/>\nandersrum orintiert, finden beide auf der Platine Platz (Hinweis vom Tutor).<br \/>\nDa die Schaltung auch drei Ground-Potentiale besitzt, mussten drei Polygone um die<br \/>\nPlatine gezogen werden, um jede der drei Massefl\u00e4chen separat zu erstellen.<br \/>\nAn Stellen, wo es Sinn macht, wurden L\u00f6cher f\u00fcr die Messpins gebohrt.<br \/>\nDas endg\u00fcltige Layout sieht nach Beachtung (fast) aller Punkte wie folgt aus:<br \/>\n<ins datetime=\"2018-07-15T14:49:01+00:00\"><em>Ayhan T\u00fcrk<\/em><ins datetime=\"2018-07-15T14:46:58+00:00\"><\/ins><ins datetime=\"2018-07-15T14:46:58+00:00\"><\/ins><\/ins><\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-content\/uploads\/sites\/22\/2018\/07\/layout.png\" alt=\"\" \/><br \/>\nAbbildung 19: Endg\u00fcltiges Layout<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgabe der Notstromversorgung ist die Gew\u00e4hrleistung der Stromversorgung des automatischen Gew\u00e4chshauses bei Netzausfall durch Akku-Betrieb. Dazu wurde parallel zum Netz ein 12 V\u2013Blei-Gel- Akkumulator geschaltet, auf den bei Netzausfall automatisch \u00fcber ein Relais umgeschaltet wird. Zum kontrollierten Laden des Akkus &hellip; <a href=\"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/gruppe-1-energie\/notstromversorgung\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":73,"featured_media":0,"parent":52,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/77"}],"collection":[{"href":"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-json\/wp\/v2\/users\/73"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=77"}],"version-history":[{"count":54,"href":"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/77\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":332,"href":"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/77\/revisions\/332"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/52"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/zuchthaus\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=77"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}