{"id":288,"date":"2018-01-25T18:55:26","date_gmt":"2018-01-25T17:55:26","guid":{"rendered":"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/?page_id=288"},"modified":"2018-02-05T16:41:57","modified_gmt":"2018-02-05T15:41:57","slug":"adsr","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/gruppe-2-tonerzeugung\/adsr\/","title":{"rendered":"ADSR"},"content":{"rendered":"<p>Um einem synthetisch erzeugten Ton charakteristische Eigenschaften eines nat\u00fcrlichen Klanges wie z.B. eines Klaviers oder einer Geige zu verleihen ben\u00f6tigt man neben der eigentlichen Tonfrequenz eine sogenannte H\u00fcllkurve, die daf\u00fcr sorgt, dass man den Klang so wahrnimmt, als wenn er von einem Instrument gespielt wird.<br \/>\nSolch eine H\u00fcllkurve wird mit einem ADSR-H\u00fcllkurvengenerator erzeugt. Dabei stehen die vier Buchstaben f\u00fcr den jeweiligen Bereich, den diese Kurve beschreibt. <em>A<\/em> f\u00fcr Attack, <em>D<\/em> f\u00fcr Decay, <em>S<\/em> f\u00fcr Sustain und <em>R <\/em>f\u00fcr Release.<\/p>\n<p>Man findet so einige Schaltungen, die genau eine solche Kurve abbilden. Da eine vollst\u00e4ndige Implementierung in analoger Schaltungstechnik w\u00fcnschenswert ist, soll auf Zeitbausteine wie dem NE555 weitgehend verzichtet werden. Das schr\u00e4nkt die Auswahl ein.<\/p>\n<p><strong>Schaltungsbeschreibung des ADSR-H\u00fcllkurvengenerators<\/strong><\/p>\n<p>Die Schaltung muss vor der Simulation mit LTSpice an die Erfordernisse angepasst werden. Zus\u00e4tzlich sind einige Dinge, die nicht ben\u00f6tigt werden, entfernt worden.<\/p>\n<p>Auf das AD am Eingang wird verzichtet, ebenso auf das IC5 mit Ausgabe der LED. Aufgrund der Herabsetzung der Betriebsspannung von\u00a0 auf +\/- 12V sind die Spannungsteiler R24 und R25 sowie R23, P4 und P5 anzupassen gewesen.<\/p>\n<p>Die schlussendlich zu realisierende Schaltung ist in folgender Abbildung dargestellt, die wie folgt funktioniert:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRLTSpice.png\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-129 aligncenter\" src=\"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRLTSpice-300x139.png\" alt=\"ADSRLTSpice\" width=\"412\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRLTSpice-300x139.png 300w, https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRLTSpice-1024x474.png 1024w, https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRLTSpice-624x289.png 624w, https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRLTSpice.png 1116w\" sizes=\"(max-width: 412px) 100vw, 412px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wird am Gate eine Spannung von 5V angelegt, wird einerseits die Monostabile Kippstufe und der OPV U1 eingeschaltet.<\/p>\n<p>Die Kippstufe erzeugt einen Peak und setzt damit Q5 des Flip-Flop (FF), so dass Q4 sperrt und Q3 eingeschaltet wird. Damit beginnt die Attack Phase in der \u00fcber die Diode D2 der Kondensator C2 geladen wird.<\/p>\n<p>Die resultierende Ausgangsspannung wird auf den Komparator U3 geleitet und dort mit einer Spannung verglichen. Ist der Pegel von \\SI{5}{\\volt} erreicht, wird das FF zur\u00fcckgesetzt, so dass Q4 leitet und Q5 sperrt. Die Attack Phase ist damit abgeschlossen und die Decay-Phase beginnt.<\/p>\n<p>Resultierend wird Q6 entsperrt und der Kondensator C2 entl\u00e4dt sich \u00fcber die Diode D4 und speist den nicht invertierenden Eingang von OPV U2.<\/p>\n<p>Entsprechend dem eingestellten Spannungsvergleichswert, bleibt die Spannung auf dem Sustain Level erhalten. Damit ist die Decay-Phase abgeschlossen und die Sustain Phase beginnt. Sie bleibt so lange aktiv, wie am Gate eine positive Spannung anliegt.<\/p>\n<p>Wird die Spannung am Gate wieder auf 0V gesetzt, f\u00e4llt die Spannung am Ausgang des OPV U1 auf 0V und der Kondensator C2 entl\u00e4dt sich \u00fcber die Diode D1. Damit ist die Sustain Phase abgeschlossen und die Release Phase beginnt.<\/p>\n<p>Ist der Kondensator vollst\u00e4ndig entladen, ist die ADSR Kurve abgeschlossen.<\/p>\n<p>Die folgende Abbildung zeigt den simulierten Verlauf der H\u00fcllkurve in Verbindung mit der Gatespannung:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRSimulation.png\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-120 aligncenter\" src=\"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRSimulation-300x153.png\" alt=\"ADSRSimulation\" width=\"392\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRSimulation-300x153.png 300w, https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRSimulation-1024x523.png 1024w, https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRSimulation-624x319.png 624w, https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRSimulation.png 1535w\" sizes=\"(max-width: 392px) 100vw, 392px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Schaltung ist dann auf einem Steckbrett (siehe Abbildung) aufgebaut und getestet worden. Dabei ist der in der n\u00e4chsten Abbildung dargestellte Verlauf der H\u00fcllkurve aufgezeichnet worden. Sie stimmt relativ gut mit der Simulation \u00fcberein.<a href=\"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRSteckbrett.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-121 size-medium aligncenter\" src=\"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRSteckbrett-300x225.jpg\" alt=\"ADSRSteckbrett\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRSteckbrett-300x225.jpg 300w, https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRSteckbrett-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRSteckbrett-624x468.jpg 624w, https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRSteckbrett.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRVerlauf.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-122 aligncenter\" src=\"http:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRVerlauf-300x226.png\" alt=\"ADSRVerlauf\" width=\"300\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRVerlauf-300x226.png 300w, https:\/\/service.projektlabor.tu-berlin.de\/wordpress\/octolaser\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/11\/ADSRVerlauf.png 610w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um einem synthetisch erzeugten Ton charakteristische Eigenschaften eines nat\u00fcrlichen Klanges wie z.B. eines Klaviers oder einer Geige zu verleihen ben\u00f6tigt man neben der eigentlichen Tonfrequenz eine sogenannte H\u00fcllkurve, die daf\u00fcr sorgt, dass man den Klang so wahrnimmt, als wenn er von einem Instrument gespielt wird. 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